Maßnahmen im Überblick

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Details der Maßnahme

Erhaltung und Wiederansiedlung des Alpen-Knorpellattich im Friedergries

Bis vor wenigen Jahrzehnten war der Alpenknorpellattich nachweislich eine relativ weit verbreitete, charakteristische Pflanze auf Kies- und Schotterbänken entlang der bayrischen Alpenflüsse. Durch die Folgewirkungen von Staustufenbauten (Eintiefungen; ausbleibende Umlagerungsdynamik), aber auch durch massive Kiesentnahmen in der Vergangenheit ist er an Ammer, Neidernach, Loisach und Isar komplett verschwunden. Nach derzeitigem Kenntnisstand existiert nur noch ein letztes Vorkommen im Friedergries westlich von Garmisch-Partenkirchen. Die dortige Population ist nicht sehr individuenreich und potentiell permanent bedroht, z. B. durch ein starkes Hochwasser ausgelöscht zu werden. Der Alpenknorpellattich wäre dann in Deutschland ausgestorben. Aus der Population im Friedergries sollen deshalb in verträglichem Umfang Samen entnommen werden, um daraus eine „Erhaltungskultur“ von ca. 500 Pflanzen heranzuziehen. Nachgezogene Jungpflanzen sollen in den folgenden Jahren an geeigneten Standorten sowohl im Friedergries als auch an benachbarten Wildflussstrecken ausgebracht werden.

Kategorie

Arten- und Lebensraumschutz

Flüsse

Linder

Arten

Alpenknorpellattich

Partner

Landkreis Garmisch-Patenkirchen


® Andreas Zehm


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