Maßnahmen im Überblick

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Details der Maßnahme

Wiederansiedlung der Deutschen Tamariske am Lech

Die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica) ist ein typischer Vertreter der Pionierarten, die sich sehr schnell auf frisch aufgeschütteten Kiesbänken der Alpen- bzw. Voralpenflüsse ansiedeln. Entfallen regelmäßige Umlagerungen der Kiesbänke, da die natürliche Abflusssituation wie am Lech durch Eingriffe des Menschen verändert wurde (Stauhaltungen, Schwellbetrieb), schreitet die Sukzession fort. Die sehr lichtbedürftige Tamariske ist gegenüber den dann aufwachsenden Weiden und Erlen nicht konkurrenzkräftig genug und wird verdrängt. Im Rahmen des Projektes pflanzt der Verein Lebensraum Lechtal rund 250 Exemplare der Tamariske entlang eines insgesamt ca. 8,5 Kilometer langen Flussabschnittes am Lech. Für die Anzucht der Tamarisken-Jungpflanzen konnte der Botanische Garten München als Partner gewonnen werden. Ein fachlicher Austausch findet mit dem Bund Naturschutz statt, der an der Ammer Tamarisken ausbringt. Die Maßnahme wird von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet. An Hand der Tamariske soll die regionale Bevölkerung auf die umfangreichen Veränderungen der Flussdynamik, des Abflussregimes und den daraus resultierenden Artenverlust hingewiesen werden.

Kategorie

Arten- und Lebensraumschutz

Flüsse

Lech

Arten

Deutsche Tamariske

Partner

Lebensraum Lechtal


® S.Lange


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