Maßnahmen im Überblick

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Details der Maßnahme

Redynamisierung des Lech im Bereich der Litzauer Schleife

Mit 24 Staukraftwerken ist der Lech der am dichtesten verbaute Fluss Bayerns, seine ursprünglichen Flussauen mit ihrer typischen Flora und Fauna sind längst verschwunden. Nur wenige noch überwiegend naturnahe Bereiche sind verblieben, darunter die Litzauer Schleife südlich von Schongau. Doch auch hier sind die natürlichen Prozesse gestört: Durch den Bau des Forggenseestauwerks ist der Transport von Sand, Kies und Geröll (sog. Geschiebe) aus dem Tiroler Lech abgeschnitten. Starke Hochwasserereignisse finden aufgrund der starken Regulierung des Wasserstands kaum mehr statt. Ein Alpenfluss lebt jedoch vom Wechselspiel zwischen Hochwässern und Kiesablagerungen, denn: "Der Kies ist der Boden, auf dem Vielfalt gedeiht" (Stephan Günther, Lechtal Gebietsbetreuer). Im Rahmen des Projektes wird der Verein Lebensraum Lechtal Maßnahmen zur Redynamisierung der Litzauer Schleife durchführen, beispielsweise durch Geschiebezugaben und die Mobilisierung von Geschiebe vor Ort. Damit wird die natürliche Lechdynamik imitiert, was wieder Lebensraum für typische Wildflussarten wie Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) oder Deutsche Tamariske (Myricaria germanica) schaffen kann.

Kategorie

Arten- und Lebensraumschutz

Flüsse

Lech

Partner

Lebensraum Lechtal


® Sigrun Lange


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