Kleinkunstwettbewerb

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Die Jurymitglieder Hans Well, Elena Hammerschmid, Jessica Dorsch und der Moderator Bumillo (Foto: Gerhard Schmolke).

Kleinkunstwettbewerb "Am Fluss dahoam"

Unter dem Motto „Am Fluss dahoam“ lud der WWF Deutschland 2017 zur kreativen Auseinandersetzung mit Gewässern ein. Die künstlerischen Beiträge konnten bis Ende November eingereicht werden. Im Januar 2018 wählten die Jurymitglieder Hans Well, Elena Hammerschmidt und Jessica Dorsch 14 originelle und qualitativ hochwertige Wettbewerbsbeiträge aus. Diese wurden am Donnerstag, den 22. März 2018, im Wirtshaus im Schlachthof live aufgeführt. Die Veranstaltung wurde von Bumillo moderiert.

 

Das Wettbewerbsfinale lockte knapp 300 Gäste in den Schlachthof in München (Foto: Gerhard Schmolke).
Die Teilnehmer des WWF-Kleinkunstwettbewerbs "Am Fluss dahoam" (Foto: Gerhard Schmolke).

An dem Abend wurde klar: Vielen Menschen liegen die Gewässer sehr am Herzen. Die Wettbewerbsteilnehmer haben individuell sehr unterschiedliche Sichtweisen und persönliche Zugänge zu „ihrem“ Fluss! Den Eisvogel beobachten, dem Plätschern des Baches lauschen, die Magie spüren, sich von der Kraft des Wassers inspirieren lassen, Steine und Schwemmholz sammeln, die Jahreszeiten beobachten, gegen den Strom schwimmen, Partys am Fluss feiern, aber auch die Müllberge, den Lärm und den Raubbau an der Natur beklagen - das ist nur ein Teil der Aspekte, die thematisiert wurden.

 

Eindrücke vom Finale des Wettbewerbs im Schlachthof (Fotos: Schmolke):

Das Publikum durfte mitentscheiden, welche Beiträge mit dem 1. bis 3. Preis prämiert werden sollen. Sie hatten die Wahl zwischen Liedern, Gedichten, Skulpturen sowie einem Kurzfilm und einer Tanzperformance. Die Preise wurden an die drei folgenden Gruppen vergeben:

  • 1. Preis: Paul Salmon and the Rheophonics mit dem Lied "50 ways to love your river"
  • 2. Preis: Die Idealen Opfer mit dem Lied "Die Isar"
  • 3. Preis: Christina Move'inger mit dem Lied "Isar-DJ"
Der "Beitrag 50 ways to love your river" stieß bei Jury und Publikum auf große Begeisterung (Foto: Gerhard Schmolke).

Hier können Sie durch Klick auf die jeweiligen Bilder kurz in alle Beiträge reinhören:



Martin Emmerling: Kurzfilm „Luc, der Fluss und Lurelu“
Mal fließt man mit dem Strom des Lebens durch seichte Gefilde, mal wird man ganz schön durchgeschüttelt. In seinem Kurzfilm thematisiert Martin Emmerling die Kapitel des Lebens und die Vergänglichkeit anhand der Vielfältigkeit einer Flusslandschaft.
"Klanghilde und Rezitante" (Monica Calla und Doro Heckelsmüller): Lied "I hupf in den Lech"
In ihrem Lied preisen Monica Calla und Dora Heckelsmüller den Lech, seine Bedeutung für die Region und ihre Liebe zu einem der schönsten Flüsse Deutschlands. Am Abend der Veranstaltung präsentieren sie die Uraufführung ihres Videos zu dem Lied.
„Die Idealen Opfer“: Lied „Die Isar“
Die Mitglieder der Band haben einen großen Teil ihrer Freizeit an der Isar verbracht, ihr zugehört und von ihr gelernt. In ihrem Lied besingen sie die geheimnisvolle Anziehungskraft und Eleganz dieses Flusses.
Maxime Victor: Gedicht „Der Fluss der Zeit“
In seinem Gedicht stellt Maxime Victor den Fluss als wildes Paradies dar, dessen schillernde Buntheit durch den Einfluss des Menschen zu erlöschen droht.
Irmingard Niklas: Gedicht „Ammer – Unikat unsere Lebensquelle“
Irmingard Niklas, 1933 in Altenau bei Oberammergau geboren, hatte schon immer eine enge Beziehung zur Ammer. In ihrem Gedicht bringt sie zum Ausdruck, wie der Erdenschwere bei einem Aufenthalt am Fluss Leichtigkeit gegeben werden kann.
Angelika Schirmer: Gedicht „Fluss und Mensch“
Das Gedicht von Angelika Schirmer handelt von der Schönheit und Gewalt naturnaher Flusslandschaften und den Auswirkungen der Eingriffe durch den Menschen.
Matthias Kohn: Lied „Die Magie des Flusses“
Matthias Kohn besingt in seinem Lied die vielen Partys, die er bedenkenlos am Fluss gefeiert hat, bis er „die Magie gespürt“ hat. Seither schwimmt er gegen den Strom und plädiert für mehr Achtsamkeit der Natur gegenüber.
Uli Mauk: Lied „Im Fluss“
Ihre enge Beziehung zur Loisach hat Uli Mauk dazu inspiriert, ein Lied über den Fluss als Sinnbild für das „Dahinfließen“ unserer Lebenszeit zu verfassen.
Christina Move‘inger: Lied „Isar-DJ“
„Isar-DJ“ ist ein Protestsong über die Krachmacher und das Partyvolk an der Isar. Denn getreu nach dem Motte „Leben und leben lassen“ hört die Freiheit des einen da auf, wo das Recht des anderen beginnt.
Paul Salmon & The Rheophonics: Lied „Fifty ways to love your river, oder: Fuchzig Wege zu freien Flüssen“
Das aufrüttelnde Lied thematisiert die durch Wasserkraftnutzung eingeschränkte Dynamik von Flüssen und präsentiert Vorschläge, wie verbaute Flüsse zu befreien wären.
Radio Niederbayern: Lied „Traumzeit“
Radio Niederbayern besingt das Plätschern des Flusses im lauen Sommerwind, das unterbrochen wird vom Traum, sich aus seinem Korsett zu befreien.
Maylies Zündorff: Tanz „Gewässertanz“
Fasziniert von der Kraft des Wassers stellt Maylies Zündorff tänzerisch dar, wie sich ein Mensch von gesellschaftlichem Druck befreit und seinen Gefühlen freien Lauf lässt.
Franziskus-Schule Starnberg: „Flussgemälde mit Origami-Schwänen“
Einige Schüler der Franziskus-Schule in Starnberg haben gemeinsam mit ihrer Lehrerin ein Kunstwerk aus Origami-Schwänen in einer Flusslandschaft gebastelt.
Eva Schmidt-Speer: Skulpturen „Isarkiesel-Köpfe“
Diese kunstvoll geschliffenen Steine hat die Isar selbst geschaffen, aber Frau Schmidt-Speer hat sie gefunden und ihnen ein Gesicht gegeben.
Sigrid Helwig: Marionetten mit Körper und Gliedmaßen aus Isar-Schwemmholz
Die Marionetten aus Fluss-Schwemmholz sind für Sigrid Helwig Ausdruck von Intuition, Kreativität, Verbundenheit mit der Natur und der Einstellung „niemals aufzugeben“.
 
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