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Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Schutz von Kleingewässern am Ammersee


Streuwiesenkomplex Fuchsschlag

Im Herbst 2017 wurden im sogenannten Fuchsschlag (Streuwiesenkomplex) bei Dießen mehrere Kleingewässer zusammen mit einer Grabenaufweitung angelegt. Mittels eines Anstaus ist die Höhe der Gewässer regulierbar. Dies ermöglicht, dass bei Mahd der Streuwiesen der Wasserspiegel abgesenkt werden kann. Bei den Zielarten dieser Maßnahme handelt es sich um den Grasfrosch, den Wasserfrosch und verschiedene Libellenarten.

 

Grabenaufweitung am Fuchsschlag © Markus Layritz

Kleingewässerlandschaft Untere Filzen

In den Unteren Filzen bei Raisting soll in einem ehemaligen Torfstich eine Kleingewässerlandschaft entstehen. Hier sollen mehrere Gewässer mit einer mittleren Tiefe von 0,75 m mit einer jeweiligen Größe von ca. 350 m², sowie zwei weitere Kleingewässer von ca. 80 m² Größe angelegt werden. Eventuell werden die größeren Gewässer auch gekammert und in zwei Gewässer gegliedert. Dies wird sich vermutlich erst bei den Bauarbeiten entscheiden, wenn festgestellt wird, wie hoch die Moorwasserstände sind und welche Torfe in welchem Zersetzungsgrad anstehen. Das anfallende Material (ca. 600 m³) wird größtenteils abgefahren und entsorgt. Als Vorbereitung für die Erdarbeiten wurde der vorhanden Fichtenforst gefällt und die Wurzelstöcke gefräst. Kleine Weidenbrüche und Schlenkenkomplexe wurden freigestellt.

 

Die Zielarten der Maßnahme sind neben Amphibien- und Libellenarten wegen der Größe der Gewässer auch Waldwasserläufer und Kranich. Außerdem wird durch den Wegfall der pumpenden Wirkung der Fichten eine zumindest leichte Vernässung der Fläche erwartet und daraus resultierend eine Förderung der noch vorhandenen Torfmoose und Beersträucher.

Nötige Fällarbeiten zur Vorbereitung der Erdarbeiten © Markus Layritz

Anlage von Kleingewässern in den Unteren Filzen

In den Unteren Filzen wurden in einen Stichkomplex mehrere Kleingewässer angelegt. Es handelt sich um zwei zusammen ca. 7000 m² große Stiche mit einzelnen kleineren Torfrücken. Sowohl die Stiche, als auch die Torfrücken waren relativ dicht mit Weiden und Faulbaum, sowie mit einzelnen Birken und Fichten bestockt. Der Gehölzaufwuchs wurde mittels Bagger mit Schere und Sortiergreifer gerodet, das Material an den Rand der Fläche gebracht und entsorgt. Es sind ca. 300 m³ Gehölzmaterial angefallen. Die Gehölze wurden gerodet, um ein späteres Austreiben der Wurzelstöcke zu vermeiden.  In den Stichen wurden mehrere, insgesamt ca. 300 m² große im Mittel ein Meter tiefe Kleingewässer angelegt

 

Aus bautechnischen Gründen wurden die Gewässer am Rand der Stiche angelegt. Teile des Aushubs wurden zur Verfüllung von Entwässerungsgräben im Moor verwendet. Das war nur möglich da die Schutzgemeinschaft Ammersee hier einen Flächenkomplex von etwa 6 ha besitzt. Der Aushub erfolgte mittels Kettenbagger, das Material wurde in Kettendumpern transportiert. Es wurden 250 m³ Material ausgekoffert. Auslaufgräben wurden mit dem Aushub verfüllt um das Wasserregime zu stabilisieren.

 

Kleingewässer im Torfstich © Markus Layritz

Weiher an der alten Ammer

Westlich der Alten Ammer befindet sich eine stark verlandete Weiherkette. Die Weiher wurden vermutlich in den 1950er Jahren angelegt. Einzelne Weiher liegen in einem ehemaligen Ammerlauf. Die Größe der Gewässer umfasst zusammen ca. 1500 m². Die Gewässer sind durch Einträge nach Hochwassern und vor allem durch Schilfsukzession stark verlandet. Durch Gehölzaufwuchs an den Gewässern sind diese außerdem stark verschattet. Als Lebensraum für Amphibien und Libellen sind sie im aktuellen Zustand nur noch sehr eingeschränkt geeignet. Die Maßnahme soll verlandete Kleingewässer freistellen und öffnen, offene Wasserflächen auf einer Fläche von ca. 500 m² schaffen, belichtete Wasserflächen schaffen und Verlandungsprozesse durch Biomasseeintrag reduzieren.

 

Bereits im letzten Jahr wurde mit der Reduzierung des Gehölzbestandes und dem Ausbaggern der Weiher begonnen. Der Gehölzbestand wurde bis auf einzelne Bäume komplett gerodet. Die Weiher wurden auf eine Tiefe von ca. 1 m bis 1,5 m ausgekoffert. Im Herbst 2017 wurde jetzt auch das letzte Gewässer saniert. Nach Ende der Maßnahmen ist eine offene Wasserfläche von ca. 600 m² entstanden.

 

Wir erhoffen uns wesentliche Verbesserungen für Amphibien- und Libellenarten. Konkrete Ergebnisse können jedoch erst in den Folgejahren geliefert werden. Eine Prognose der Vegetationsentwicklung in den Gewässern ist schwierig. Gras- und Wasserfrosch haben die Gewässer im letzten Jahr besiedelt. Außerdem wurden Liebellenarten wie die Große Pechlibelle und die Hufeisen-Azurjungfer angetroffen.

 

Der teilweise ausgekofferte Weiher bietet nun eine vergrößerte offene Wasserfläche © Markus Layritz


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