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Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Die Zukunft der Alpenflüsse


Zur Abschlussveranstaltung der Sonderausstellung „gerade wild. Alpenflüsse“ am 14.03.2019 im Alpinen Museum auf der Münchner Praterinsel erschienen knapp 50 Teilnehmer aus verschiedensten Interessensgruppen. Gastgeber Steffen Reich (DAV) blickte in seiner Begrüßung auf eine erfolgreiche Ausstellung zurück, die das Thema Alpenflüsse nicht nur fachlichen Interessentinnen und Interessenten sondern auch insbesondere vielen Schülerinnen und Schülern näher brachte und somit einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung geleistet hat.

 

Gregory Egger beim Vortrag (@ DAV)

Dr. Gregory Egger (Aueninstitut KIT und BOKU Wien) zeigte in seinem Vortrag „Zustand und Zukunft der Alpenflüsse“ verschiedene Entwicklungen von Flussabschnitten aus dem Alpenraum von Frankreich bis Kärnten. Er erläuterte den schlechten Zustand der für Wildflüsse typischen Arten und Lebensräume im gesamten Alpenbogen. Er zeigte aber auch Beispiele, wie durch Renaturierung oder gesetzliche Schutzmaßnahmen bestimmte Arten wieder Platz in den Flusslandschaften gefunden haben.

 

Podiumsdiskussion (@ DAV)

Anschließend ging es in einer von Dr. Georg Bayerle (BR) moderierten Podiumsdiskussion um die Zukunft der Alpenflüsse. Es diskutierten Liliana Dagostin (ÖAV Abteilung Raumplanung und Naturschutz), Toni Schuwerk (DAV Präsidialausschuss Natur und Umwelt), Stefan Wedding (Regierung von Oberbayern, Sachgebiet Wasserwirtschaft), Dr. Wolfgang Hug (WWF Deutschland Projektleitung „Alpenflusslandschaften“) sowie Dr. Gregory Egger über Probleme und mögliche Lösungen im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Verbesserung der Alpenflusslandschaften.

 

Dabei wurde klar: Neben der fachlichen Arbeit ist die Unterstützung der Politik sehr wichtig. Und wildere Flusslandschaften sind nur zu erreichen, wenn Menschen mit Emotionen erreicht werden und die naturschutzfachlichen Hintergründe allgemeinverständlich erläutert werden. Genau hier können die Naturschutzverbände ansetzen. Sie fördern den Dialog aller Interessengruppen und fordern die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen gegenüber der Politik.

 

Wie geht es weiter?

Die Ausstellung „gerade wild. Alpenflüsse“ und die dazugehörigen Veranstaltungen mitten in München erfüllten daher eine wichtige Funktion. Wie geht es nun weiter? Für den DAV bleiben die Alpenflüsse ein bedeutendes Thema. Über eine Wanderausstellung werden die Inhalte der Ausstellung weiterhin einem breiten Publikum zur Verfügung stehen, betont Steffen Reich zum Ende der Veranstaltung. Zunächst aber wird die Ausstellung noch ein weiteres Mal im Inn Museum in Rosenheim zu sehen sein und zwar ab dem 19. Mai 2019.


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