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Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Für eine lebendige Ammer


Der Ammer geht es noch vergleichsweise gut. Kein Stausee hält das Wasser und den Kies aus den Bergen zurück. Dennoch wird auch die Ammer an vielen Stellen einengt. Begradigungen, Deiche, Wehre und Kleinkraftwerke säumen den Weg des Flusses. Naturschutzverbände, Fischer, Tourismus- und Behördenvertreter sowie Kommunalpolitiker nutzten den Flussbadetag als Anlass, um beim Kalkofensteg für eine lebendige Ammer zu werben. Insbesondere die Kreisgruppe Weilheim-Schongau des BUND Naturschutz war zahlreich vertreten.

 

Bernhard Müller, Wasserwirtschaftsamt Weilheim: „Das Flusssystem Ammer ist einzigartig. Mit dem Ammersee und dem Staffelsee werden über Ammer und Ach zwei große voralpine Seen verbunden. Hier ist es besonders wichtig, dass Fische wieder wandern können.“

 

Maria Hermann, BUND Naturschutz, Kreisgruppe Weilheim-Schongau: „Nur wenn Deutschland seine Verpflichtungen aus der Wasserrahmenrichtlinie ernst nimmt, können wir – nicht nur an der Ammer - eine artenreiche Wasserwelt bewahren und sauberes Trinkwasser auch in Zukunft genießen.“

 

Michael Asam, Bürgermeister der Gemeinde Peiting: Gerne nehme ich an dieser Aktion zum „Europäischen Flussbadetag“ teil. Viele Peitinger Bürgerinnen und Bürger erfreuen sich immer wieder gerne an dem herrlichen Stück Natur rund um den Kalkofensteg. Deshalb ist es gut und wichtig mit solchen Aktionen eindrucksvoll darauf aufmerksam zu machen, dass wir uns auch entsprechend verhalten und anstrengen müssen, um die Alpenflusslandschaften zu erhalten und verbessern. So haben nicht nur wir unsere Freude mit der Ammer - auch die Ammer, mit ihrem Lebensraum für Menschen und der Tierwelt freut sich über zunehmende Naturbelassenheit.

 

Mathias Fischer, WWF Deutschland: „Die Ammer ist einer der dynamischsten und vielfältigsten Alpenflüsse Deutschlands. Unsere Vision: Sie soll ein Referenzfluss für alpine Wildflüsse werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es großer, gemeinsamer Anstrengungen!“

 

Gemäß der Wasserrahmenrichtlinie müssen sich bis 2027 alle Flüsse in einem guten ökologischen Zustand befinden. Die Ammer hat diesen Zustand bereits erreicht. Dennoch gibt es viel zu tun, schließlich muss der gute Zustand auch erhalten werden. Die Vorgaben aus Brüssel sind ein wichtiges Instrument, unsere Flüsse wieder lebendiger zu machen.

 

An der Ammer führten und führen sie zu umfangreichen Bemühungen des Wasserwirtschaftsamts, den Fluss wieder durchgehend für Fische passierbar zu gestalten. 2018/19 wird die Wasserrahmenrichtlinie überprüft. Es drohen Aufweichungen und Fristverlängerungen. Mit einer Beteiligung an der öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission ab Herbst 2018 kann sich jeder für eine konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie einsetzen – und damit für lebendige Flüsse.

 

Weitere Informationen zur europäischen Wasserpolitik unter: www.wwf.de/livingrivers

 


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