Spannende Entdeckungen: Schüler berichten


Schüler aktiv am Lech (Bild: Anne Berkmüller)

Mit großer Begeisterung haben sich kurz vor den Sommerferien verschiedene Schulklassen in Füssen aufgemacht, um unter Anleitung der Umweltpädagogin Anne Berkmüller den Lech und seine Zuflüsse kennenzulernen. Die 6. Klassen der Mittelschule, eine 4. Grundschulklasse und eine Klasse des Gymnasiums Hohenschwangau verlagerten ihre Klassenzimmer an den Lech und an den Faulenbach. Sie untersuchten den Wildfluss und seine Umgebung, wobei sich dazu die Jüngeren am ruhigeren Faulenbach aufhielten, die Größeren gingen an den „Schwalbenlech“.

 

Wasserläufer mit Milden (Bild: Anne Berkmüller)

Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich dabei mit dem Gewässer von seiner Quelle bis zur Mündung in die Donau und ins Schwarze Meer. Sie untersuchten die Lebewelt im Fluss und erarbeiteten sich anhand einzelner Lebewesen die ökologischen Zusammenhänge mit ihrem Nahrungsnetz und ihrer Nahrungskette. Anne Berkmüller thematisierte nicht nur den Fluss, sondern auch die verschiedenen Uferzonen und die bei früheren Hochwässern gefluteten Gebiete am Lech.

 

Auf dem Programm stand die Untersuchung der im Wasser lebenden Kleintiere, die einen Hinweis auf die Gewässerqualität geben können. Die SchülerInnen waren bei diesen Untersuchungen begeistert dabei und konnten im Mikroskop z.B. grüne Köcherfliegenlarven und Wasserläufer mit Milben auf dem Rücken identifizieren.

 

Anne Berkmüller will den SchülerInnen nicht nur mit ihrem Fachwissen, sondern auch durch eigenes Erleben die Freude an der Natur nahe bringen. Mit Pantomime stellten sie die entdeckten Tiere nach und ließen damit auch ihren künstlerischen Begabungen freien Lauf. Am Schluss eines solchen Vormittags waren alle fasziniert von ihren Eindrücken – manchmal auch triefnass vom Regenwetter.

 

Im Rahmen des Hot Spot-Projekts „Alpenflusslandschaften - Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ führt die BUND Naturschutz Kreisgruppe Weilheim-Schongau in Kooperation mit der Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren die Aktion „Expedition ins Blaue“ durch. Dazu sind in beiden Landkreisen jedes Jahr 30 Schulklassen aller Schulen ab der 4. Klasse eingeladen, einen Tag an den Flüssen Ammer, Lech und Wertach zu erleben.

 

Draußen lernen, das heißt hier, dass die Schulklassen vor Ort erfahren, wie wild ein Flussabschnitt noch sein kann, welche Biodiversität er aufweist und wer alles ein Interesse am Fluss hat. Die Aktionen werden von erfahrenen Umweltpädagoginnen und -pädagogen durchgeführt, die mit den Methoden einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) arbeiten und dabei besonderen Wert auf die Förderung von Kompetenzen legen.


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