Wasser und Steine am Rissbach


Wasser und Steine: Die wichtigsten Merkmale eines alpinen Wildflusses konnten die Teilnehmer einer Bus-Exkursion am 13. Mai 2017 in den Naturpark Karwendel im Rahmen des Studiengangs „Alpenflusslandschaften“ des Kreisbildungswerks Garmisch-Partenkirchen gleich zu Beginn bestaunen.

Der Blick von einer Anhöhe in Vorderriß auf die großflächigen Kies- und Schotterfelder des Rißbaches bzw. der Isar ließ ahnen, welche Dynamik Wasser entwickeln kann. Das heißt, wenn man es lässt. Denn seit 1951 wird das Wasser des Rißbachs für das Walchenseekraftwerk oberhalb der Mündung in die Isar durch einen Stollen in den Walchensee geleitet. Auf österreichischer Seite wurde der Rißbach, einer der bedeutendsten Gebirgsflüsse im deutsch-österreichischen Grenzgebiet, an mehreren verbauten Stellen wieder in seinen ursprünglichen „wilden“ Zustand versetzt. Uferaufweitungen und die Entfernung von Blockwürfen und Dämmen geben dem Fluss nun wieder mehr Raum zur Ausbreitung. Kompetent geführt von Mag.Hermann Sonntag, Geschäftsführer des Naturpark Karwendel, besichtigte die Gruppe den renaturierten Rißbach. Fauna und Flora des Lebensraumes „Wildfluss“ wurden sowohl im Naturparkhaus Karwendel als auch vor Ort an verschiedenen Stellen erklärt. Wasseruntersuchungen zur Bestimmung der Gewässergüteklasse fanden großes Interesse der Teilnehmer.

 

Auch wenn die Bergahorne im Enger Grund noch kaum Blätter zeigten, so war das Bild, das sich vom Talanfang auf die noch verschneiten Berge bot, sehr eindrucksvoll. Das Wasser unter den Schuttflächen, das den Bergwald erst entstehen ließ, war zum Schluss der Führung noch ein Thema. Es war eine interessante, aufschlussreiche Exkursion über das Ökosystem Wildbach, die neben vielen Informationen bei gutem Wetter auch grandiose Blicke auf die Natur gestattete.


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