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Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Weltfischwandertag


Der „World Fish Migration Day“ wurde dieses Jahr am 21. April gefeiert. Der Tag wird alljährlich weltweit begangen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig barrierefreie Flüsse für vitale Fischpopulationen sind. Die spektakuläre Wanderung der Lachse ist meist bekannt. Doch dass auch scheinbar stationär lebende Fischarten wie Äsche, Nase oder Huchen immer wieder ihren Aufenthaltsort ändern, ist vielen nicht bewusst.

 

Am diesjährigen Weltfischwandertag setzte der Landesfischereiverband etwa 50.000 Seeforellenbrütlinge in die Nebenbäche der Ammer. Der WWF Deutschland rief in einer Pressemitteilung alle Akteure dazu auf, sich für mehr Durchgängigkeit in den Gewässern zu engagieren. Insbesondere die Ammer sollte ein Referenzfluss für durchgängige alpine Wildflüsse werden.

 

Insgesamt 200.000 Querbauwerke versperren ihnen in deutschen Flüssen noch den Weg. Problematisch sind nicht nur Wasserkraftwerke und Wehre, sondern auch kleinere Abstürze in Bächen. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass unsere Gewässer bis spätestens 2027 einen „guten ökologischen“ Zustand erreichen müssen. Derzeit wird diese Vorgabe nur an weniger als sieben Prozent der Flüsse erreicht. Häufige Ursachen für das Verfehlen des „guten ökologischen Zustands“ sind fehlende oder unerreichbare Lebensräume für die Wasserlebewesen, insbesondere für die Fische. Es gibt noch viel zu tun: Laut Umweltbundesamt ist die Durchgängigkeit derzeit bei über der Hälfte aller deutschen Wasserkörper nicht gewährleistet. Durch den Bau von Umgehungsgerinnen, Fischauf- bzw. -abstiegsanlagen oder Sohlrampen soll sie nach Möglichkeit wiederhergestellt werden.

Seeforellen-Brütlinge (Bild: Landesfischereiverband Bayern)


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