Tipp 1 - Keine Angst, aber Respekt und Vorsicht...

... seien jedem Isarbootsfahrer empfohlen, denn ein Wildfluss bleibt immer unberechenbar. Wer an einem Sommertag die Ankunft der zahlreichen Boote an der Münchner Tierparkbrücke beobachtet, könnte meinen, die Isar sei ein Erlebnisbad. Doch der Schein trügt: Untiefen und Strömungen, Treib- und Totholz besonders nach höherem Wasserstand, der Aus- oder Umstieg an Stromschnellen und Wehren: Bootsfahrer sollten Gefahren stets im Hinterkopf behalten und entsprechend nüchtern und umsichtig unterwegs sein. Nichtschwimmern ist von einer Fahrt auf dem Fluss generell abzuraten. Zumindest in Gefahrenzonen empfiehlt sich auch für alle übrigen eine Schwimmweste, die nicht nur vor dem Ertrinken sondern auch vor dem Auskühlen schützt, sollte jemand nach dem Sinken seines Boots länger auf Rettung warten müssen. Gut steuerbare und robuste Boote, denen nicht beim ersten spitzen Kiesel oder Ast die Luft ausgeht, gehören ebenfalls dazu. Und Fahrverbote oder Warnhinweise durch die Behörden etwa nach Hochwasser sollten natürlich beachtet werden.


Was das mit dem Schutz der Isar zu tun hat? Schiffbruch droht nicht immer in Zivilisationsnähe: Wer kentert und sein Boot verliert, hinterlässt nicht nur Müll, sondern auch eine Spur durch empfindliche Natur am Ufer. Auch Rettungskräfte können viele Stellen nur schlecht erreichen, im Extremfall stört ein Hubschraubereinsatz die Ruhe – von der unnötigen Belastung für die Retter ganz zu schweigen. Jeder sollte Respekt vor dem Wildfluss haben! Im Hinblick auf die eigene Sicherheit und auch im Sinne des Naturschutzes.


Weitere Tipps für euren eigenen und den Schutz der Isar findet ihr unter den Links auf der rechten Seite. Mast- und Schotbruch!

 

Poster - Totholz
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