Tipp 13 - Kopf voraus …

… stürzt sich der Eisvogel ins Wasser, um dort Fische zu erbeuten. An seinen Lebensraum hat der orange und azurblau schillernde Vogel ganz klare Ansprüche: sauberes, langsam fließendes Wasser, genügend Kleinfische als Nahrung und geeignete Steilufer für die Aufzucht seiner Jungen. Doch gerade letztere sind selten geworden. Nur naturnahe Bäche und Flüsse weisen die typischen erdig-sandigen Uferabbrüche und Steilufer auf, in die der Eisvogel gerne seine bis zu 90 Zentimeter tiefen Bruthöhlen baut. Übrigens mit vollem Körpereinsatz: Der gut spatzengroße Vogel hackt und gräbt mit dem Schnabel und scharrt mit Füßen und Schwanz die lose Erde aus dem Bau. Diese Arbeit kann wenige Tage, aber auch bis zu einem Monat dauern. Und kein Wunder, dass er sich so viel Mühe macht, schließlich brütet der Eisvogel bis zu dreimal pro Jahr. Das kann bis in den August hinein dauern.


Fünf bis zehn kleine Fischchen braucht der „fliegende Edelstein“, wie er auch genannt wird, pro Tag. Er verschmäht aber auch Insekten, kleine Frösche oder Kaulquappen nicht. Seiner Beute lauert er meist von einem Ansitz aus auf und stößt dann Kopf voraus ins Wasser. Sogar die Jungvögel stürzen sich nach dem Verlassen der Bruthöhle gleich ins Wasser und beginnen nach wenigen Stunden selbstständig zu jagen.


Der Eisvogel ist ein typischer, wenn auch inzwischen seltener Bewohner der Isar. Wenn ihr also am Fluss unterwegs seid, haltet Ausschau nach ihm! Bei seinen Jagden lässt er sich oft gut beobachten. Nicht stören solltet ihr ihn hingegen an seiner Brutröhre, darauf reagiert er sehr empfindlich.

 

Beitrag zum WWF-Fotowettbewerb (Foto: Wolfgang Wanner)
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