Tipp 18 - Leben in und an der Isar

Schatzkammer Natur...

 

... wird das in weiten Teilen das naturbelassene Isartal mit den Kiesinseln, den Auwäldern und den Nagelflu-Felsen am Hang genannt. Das Isartal ist nicht nur Heimat vieler bedrohter Tierarten – bedeutsam ist es auch als Wanderroute und Ausbreitungskorridor zwischen Alpen- und Donauraum. Hier haben wir euch noch einmal die interessantesten Arten zusammengestellt, die in der Isar oder an ihren Ufern leben.

 

Fische: Zu den markantesten Fischarten in der Isar gehören Nase, Äsche, Barbe, Koppe und auch der seltene Huchen. Zum Schutz des Fischnachwuchses bitte Tipp 3 beherzigen.

 

Biber: Der Nager war hier einige Jahrzehnte ausgerottet, mittlerweile gibt es ihn aber auch an der Isar wieder. Von den durch Biber gestalten Lebensräumen profitieren Amphibien, Libellen und Fische.

 

Vögel: Spezialisiert auf Kiesinseln und Kiesbänke im Wildfluss sind Flussseeschwalbe, Flussregenpfeifer und Flussuferläufer. Entlang der Isar leben aber auch spannende Arten wie der prächtig blaue Eisvogel (siehe Tipp 13), der Uhu, sowie der Raufuß- und Sperlingskauz. Um (brütende) Vögel nicht zu stören, bitte immer auf den Wegen bleiben und temporäre Sperrungen der Naturschutzbehörden beachten.

 

Heuschrecken: Ebenfalls besondere (und gefährdete) Bewohner der Kies- und Schotterbänke sind die beiden Feldheuschrecken, die Gefleckte Schnarrschrecke (vorwiegend grau, rund 3 cm groß) und der Kiesbank-Grashüpfer (rotbraun bis graubraun, 1-2 cm groß).

 

Libellen: Es gibt in Bayern knapp 75 Libellenarten. An der Isar leben beispielsweise die auffällige „Blauflügel-Prachtlibelle“ und die sehr große „Zweigestreifte Quelljungfer“, die kleine und saubere Fließgewässer benötigt, wie sie zum Beispiel an den Kalktuffquellen südlich von Baierbrunn zu finden sind.

 

Schlangen: Die häufigste Schlange in Bayern ist eine Wasserschlange, die ungiftige Ringelnatter. Sie lebt in Flüssen und Seen ebenso wie an deren Ufern. Seltener kommt an der Isar die Schlingnatter vor, die trockenere Lebensräume bevorzugt. Doch auch eine der beiden Giftschlangen Deutschlands, die Kreuzotter, findet im Isartal einen Rückzugsraum. Sie ist streng geschützt (Rote Liste Bayern „stark gefährdet“/Zustand 2), besonders zwischen August und Oktober sind vermehrt bleistiftgroße Jungtiere anzutreffen.

Dort, wo es im Zusammenleben zwischen Biber und Mensch zu Konflikten kommt, gibt es fast immer gute Lösungen. So schützt man wertvolle oder besonders alte Bäume recht einfach mit einem um den Stamm gewickelten Hasendraht. Für schwierigere Fälle gibt es in Bayern sogar Biberberater, die gerne weiterhelfen.

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