Tipp 19 - Bootsverordnung auf der Isar?

Wem gehört die Isar?

 

Private Spaßboote verbieten? Mehr „Isarranger“ beschäftigen? Begrenzte Konzessionen für Anbieter gewerblicher Bootstouren verteilen? Die Diskussion um strengere Regeln zur Nutzung der Isar gibt es schon lange. Manche, wie der Verein „Rettet die Isar jetzt e.V.“, fordern dringend eine Bootsfahrverordnung, andere halten Renaturierungsmaßnahmen vom Sylvensteinspeicher bis zur Mündung in die Donau für die wichtigste Aufgabe.

 

Eine Bootsverordnung könnte Fahrverbote während bestimmter Schonzeiten oder sogar das generelle Ende von Bootstouren bedeuten. Gewerbliche Anbieter – die das ungeregelte und ausufernde private Treiben auf dem Fluss ebenfalls kritisch sehen – fürchten um ihr Geschäftsmodell. Sie erklären, bereits sorgsam mit der Natur umzugehen und ihre Gäste auf Schutzgebiete und die nötige– Rücksichtnahme hinzuweisen.

Bootsfahrer auf der Isar beim Einsammeln von Müll (Bild: Hartmut Keitel)

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Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen möchte nun vermitteln und eine Lösung finden, die Tourismus und Freizeitvergnügen in intakter Natur und Flusslandschaft ermöglicht. „Bootfahren auf der Isar soll weiterhin möglich sein, wir werden aber um Einschränkungen nicht ganz herumkommen“, teilte Landrat Josef Niedermaier in einer Pressemitteilung mit. Dazu steht seit Ende August eine Meinungsumfrage zu Nutzungs- und Verhaltensregeln im Netz. Interessierte können hier noch bis zum 16. Oktober angeben, welche Regelungen sie als notwendig erachten, etwa eine Definition der zulässigen Boote, das Verbot von Glasflaschen, die Einführung der Schwimmwestenpflicht, Nachtfahrverbote oder die streckenweise Komplettsperrung des Flusses.

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