Tipp 2 - Jede Menge Kies und Schotter …

… braucht er, der Flussuferläufer, sonst wird es nichts mit seiner Familiengründung.

Der Flussuferläufer liebt naturnahe Flüsse mit vielen Kiesbänken und -inseln. Denn nach geglückter Balz baut er genau dort sein Nest – gut versteckt zwischen angeschwemmten Ästen, Grasbüscheln oder Stauden. Nest, Eier und Vögel sind so gut getarnt, dass sie kaum zu sehen sind. Deshalb gilt zwischen 15. März und 10. August für die bekannten Brutbereiche auf den Kiesbänken und für alle Kiesinseln ein Betretungsverbot. Erstens brauchen die Vögel bei der Jungenaufzucht Ruhe und zweitens kommt es immer wieder vor, dass Besucher der Kiesbank versehentlich Eier zertreten oder brütende Vögel aufscheuchen. Die Eier sind dann ungeschützt, kühlen leicht aus oder überhitzen an besonders heißen Tagen. Das Problem: Beim Flussuferläufer zählt mittlerweile wirklich jedes einzelne Ei. Der Vogel ist in Bayern – auch durch den zunehmenden Boots- und Badetourismus an vielen Flüssen – vom Aussterben bedroht. In Bayern brüten heute nur noch 150 bis 190 Paare.

Die Vogelschutzbereiche sind mit speziellen Schildern (weißes V auf blauem Grund) gekennzeichnet. Wenn ihr diese Stellen zwischen März und August beim Landgang meidet, eure Hunde an die Leine nehmt und auch mit dem Boot Abstand haltet, kann es wieder aufwärts gehen mit dem Flussuferläufer. Also: Vielen Dank und ahoi!

 

...auch der Flussregenpfeiffer benötigt Ruhe um seine Brut großzuziehen
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