Tipp 3 - Kühl, klar und flach...

... sollte das Wasser über den Kies fließen, dann finden Äsche, Nase und Barbe einen Laichplatz. Die drei Isarfischarten wandern im Frühjahr stromaufwärts und suchen zwischen März und Juli an (mehr oder weniger) stark strömenden Stellen im Fluss Orte für die Eiablage. Auch ihre Larven und Jungtiere halten sich hier eine Weile auf: Wer Abstand zu diesen Bereichen hält, sorgt also für intakte Kinderstuben. Gerade in Frühjahr- und Sommermonaten bei Niedrigwasser hilft es den Fischen, wenn Boote nicht über flache Kiesbänke schrammen und möglichst im Hauptstrom fahren.


Im April gab das bayerische Umweltministerium bekannt, dass die Isar bis 2021 für Fische barrierefrei gestaltet werden soll. Staustufen, Wehre oder Kraftwerke sollen dafür mit Fischaufstiegshilfen versehen werden. Derzeit ist die Strecke zwischen Lenggries und Pullach mit 55 Kilometern der längste freifließende Abschnitt der Isar – und zugleich das Eldorado für alle Paddler. Mit verschmutztem Wasser und höheren Temperaturen können Äsche, Nase und Barbe nicht gut umgehen, zudem hält der Sylvensteinspeicher viel Kies aus den Bergen zurück, der den Fischen dann für ihre Laichablage fehlt. Nach aktueller Roter Liste (2005) sind Äsche und Nase in Bayern stark gefährdet (2), die Barbe ist gefährdet (3). Da die drei Arten also ohnehin nicht über die besten Startchancen verfügen, brauchen sie frühkindliche Förderung. In diesem Sinne: Für beste Fortpflanzungsbedingungen immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Poster- Laichbett
TOP