Tipp 5 - Im Bayerischen Amazonas …

… ist der Wandel das einzig Beständige. Zu jeder Wildflusslandschaft gehören Auen mit ihren typischen Wäldern – so auch an der Isar. Als Aue bezeichnet man jene Bereiche entlang von Flüssen, die natürlicherweise mehrmals im Jahr überschwemmt werden. Sie sind so etwas wie der „deutsche Dschungel“, denn dort kommen besonders viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten vor.


Früher gab es diese typischen Lebensräume überall entlang von Flüssen. Heute ist jedoch nur noch ein Bruchteil davon übrig, weil viel zu viele Flüsse in Betonkorsetts gepresst, hinter Hochwasserdämme gesperrt und die Auen bebaut oder zu Äckern umgewandelt wurden. Die Folgen: Viele der charakteristischen Tier- und Pflanzenarten der Auen sind vom Aussterben bedroht. Außerdem steigt das Wasser unserer Flüsse nach heftigen Regenfällen immer öfter rasant in die Höhe, weil es sich nicht mehr in die Auen und somit in die Breite ausdehnen kann. Und so jagt ein „Jahrhunderthochwasser“ mittlerweile das andere.


An der Isar dehnten sich die Auen einst bis zu einer Breite von 1700 Metern aus und auch heute noch gibt es wunderbare Auwälder entlang des Wildflusses. So nennen die Einheimischen das Mündungsgebiet der Isar bei Deggendorf den „Bayerischen Amazonas“, weil sich dort mächtige Auwälder zwischen träge dahinfließenden Flussarmen ausdehnen.


Was das mit dir zu tun hat? Erst im März dieses Jahres brannten 6,5 Hektar Wald in den Isarauen nahe Wolfratshausen. 130 Helfer und mehrere Hubschrauber kämpften stundenlang, bis die Flammen endgültig gelöscht waren. Wie ihr bei euren Ausflügen an die Isar eine unfreiwillige Brandstiftung vermeidet, erfahrt ihr in einem der nächsten Tipps.

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