Überprüfung der WRRL

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

"Refit"-Prozess der EU Kommission

18 Jahre nach Inkrafttreten wird die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) derzeit vorschriftsgemäß überprüft. Überprüfung der Wirksamkeit von Gesetzgebungen sind grundsätzlich wünschenswert. In dem Fall droht jedoch durch den Einfluss bestimmter Länder und Lobbygruppen eine Aufweichung der Richtlinie. Aus diesem Grund engagieren sich BUND, DNR, NABU, GRÜNE LIGA und WWF gemeinsam, um den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie endlich die politische Priorität einzuräumen, die ihnen gebührt. Finger weg von der Wasserrahmenrichtlinie, lautet die klare Botschaft der vier Umweltverbände und des Dachverbandes DNR. Die Verbände sind Teil der „Living Rivers Europe“-Koalition, welche die europäischen Dachorganisationen der fünf Organisationen ins Leben gerufen haben.

 

Zentrale Forderung der Verbände

Viele Gewässer in Deutschland sind in einem schlechten Zustand und die Politik investiert nicht genug in ihre Genesung. Statt einer als Aufweichung getarnten Überarbeitung braucht es mehr Geld, mehr Personal und den politischen Willen, die praktische Umsetzung vor Ort bis 2027 angemessen durchzusetzen und auf Verstöße etwa durch Industrie oder Landwirtschaft zu reagieren. Wer jetzt die Wasserrahmenrichtlinie ändern will, der spielt mit dem Zustand unserer Gewässer – und der Ökosysteme, die davon abhängig sind. Die Folgen wären weitreichend und verheerend. Gemeinsam setzt sich die „Living Rivers Europe-Koalition“ deshalb dafür ein, unser Wasser von der Krankenstation zu holen und die Wasserrahmenrichtlinie nach knapp 20 Jahren endlich konsequent umzusetzen.

 

Das Eckpunktepapier mit den Forderungen der Verbände steht hier als Download zur Verfügung.

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