Maßnahmen im Überblick

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Maßnahmen an Ammer, Lech und Isar durchgeführt, um artenreiche Flusslandschaften zu erhalten oder wiederzubeleben. An der Ammer, beispielsweise, prüft der WWF Deutschland im Bereich des Schnalzwehres bei Peiting, ob die Auen wieder an den Fluss angebunden werden können. Im Bereich des Ammerseebeckens, also an der Mündung der Ammer in den Ammersee, legt die Schutzgemeinschaft Ammersee neue Kleingewässer an und vernetzt diese miteinander, um verlorengegangene Lebensräume für Vögel und Amphibien zu schaffen. Der Verein Lebensraum Lechtal belebt die Litzauer Schleife wieder, den letzten naturnahen Abschnitt des Lechs in Bayern. Er bringt Kies ein und lagert diesen immer wieder um. So wird die natürliche Lechdynamik imitiert und Lebensraum für typische Wildflussarten wie Flussregenpfeifer oder Deutsche Tamariske geschaffen. An der Isar wollen Landesbund für Vogelschutz und Isartalverein die artenreichen Schneeheide-Kiefernwälder, Trockenrasen und Hangquellmoore durch Mahd und Beweidung langfristig erhalten. Zudem werden im Rahmen des Projekts bestimmte Arten wie Alpenknorpellattich (Landratsamt Garmisch Partenkirchen), Deutsche Tamariske (Bund Naturschutz) und Seeforelle (Landesfischereiverband Bayern) gezielt gefördert, indem sie vermehrt und wieder an bzw. in den Flüssen angesiedelt werden.

Gleichzeitig sollen mit der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Projekt Kinder und Erwachsene für Natur begeistert und damit mehr Akzeptanz für den Naturschutz erreicht werden. Denn wir schützen, was wir kennen und was uns am Herzen liegt. Insbesondere unsere Partner Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Jugendsiedlung Hochland, navama, Tourismusverband Pfaffenwinkel und Kreisbildungswerk Garmisch Patenkirchen bieten ein buntes Bildungsprogramm im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung für Jung und Alt. Das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil des Bund Naturschutz bildet im Rahmen des Projekts Botschafterinnen und Botschafter aus, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens für mehr biologische Vielfalt werben sollen. Zudem werden Themen rund um den Erhalt von Lebensräumen und Arten stärker in die Ausbildung von Berufs- und Landwirtschaftsschulen einfließen. Und nicht zuletzt wollen wir insbesondere mit den Projekten „Das Blaue Band“ (Landesbund für Vogelschutz), „Geschiebemanagement Linder“ (WWF Deutschland), „Fachausstellung im Alpinen Museum“ (DAV) und „Dialogreihe“ (Bezirk Oberbayern) mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in der Region in Kontakt treten, damit sie für den Erhalt und die Wiederherstellung von vielfältigen Flusslandschaften eintreten – auch wenn die Maßnahmen dafür teuer und langwierig sein sollten.

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