Neuigkeiten

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Bildband "Wilde Isar"

Die Gesellschaft für Naturfotografie (Regionalgruppe München Südbayern) hat Mitte Oktober 2020 einen Bildband über die "wilde Isar" herausgegeben. Gezeigt werden Naturschätze zwischen Hochgebirge, Stadt und Auenlandschaft.

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WWF-Hintergrundpapier zu Flüssen in Bayern

Knapp 57.000 Querbauwerke wie Abstürze, Wehre und Staudämme zerschneiden Bayerns Flüsse. Nur 11 % dieser Barrieren sind „frei durchgängig“, können also problemlos von Fischen überwunden werden. Das ist das Ergebnis einer am vom WWF Deutschland vorgelegten Analyse auf Basis von Daten des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Bei einer Gesamtlänge der analysierten Gewässer von rund 28.000 Kilometern blockiert damit rein rechnerisch alle 500 Meter eine Barriere den Weg der Fische sowie den Durchgang des Sediments in Form von Sand und Geröll. Nur noch 24 Flusskilometer in Bayern sind in einem "sehr guten ökologischen Zustand" und selbst diese sind teilweise von einer geplanten Wasserkraftnutzung bedroht.

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Pumpspeicherkraftwerk bei Kühtai wird gebaut

Die TIWAG plant die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz um das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai. Laut DAV rollen im bislang unerschlossenen Längental in den Stubaier Alpen bereits Bagger und Baufahrzeuge an, um das Tal für die Flutung vorzubereiten. Am Taleingang soll eine mehr als 500 Meter lange und 100 Meter hohe Staumauer erbaut werden, um einen Pumpspeichersee mit einem Volumen von 31 Mio m³ anzulegen. Verteilt über die gesamten Stubaier Alpen werden gemäß DAV sechs Wasserfassungen bis zu 80 Prozent des Abflusses von Winnebach, Fischbach, Schranbach, Unterbergbach, Daunkogelfernerbach und Fernaubach schlucken und durch einen 25 Kilometer langen unterirdischen Stollen in den neuen Speicher umleiten. Mehr als neun Jahre lang haben sich DAV, ÖAV, österreichischer Umweltdachverband, die Gemeinde Neustift im Stubaital und weitere Naturschutzorganisationen gegen die Realisierung dieses Großprojekts eingesetzt.

 

Ende Juni 2020 hat der Verwaltungsgerichtshof in Wien die Beschwerden gegen den Baubescheid in zweiter Instanz abgelehnt und somit grünes Licht gegeben für das Pumpspeicherkraftwerk, das laut TIWAG schwankende Strombeiträge aus Wind- oder Sonnenenergie ausgleichen soll. Zum Beitrag des DAV >>

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Wasserrahmenrichtlinie bleibt unangetastet

Die EU-Kommission gab am 22. Juni 2020 bekannt, dass die Wasserrahmenrichtlinie nicht geöffnet werden soll. EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius bestätigte, dass die Wasserrahmenrichtlinie, das wichtigste, europäisches Wassergesetz, in seiner aktuellen Fassung erhalten bleibt. Etliche Naturschutzorganisationen hatten sich in den vergangenen Jahren gegen eine Überarbeitung der Gesetzgebung stark gemacht, da sie eine Schwächung des Wasserschutzes befürchteten. Im Laufe dieses Prozesses forderten mehr als 375.000 Bürgerinnen und Bürger, dass das Gesetz in seiner aktuellen Form beibehalten und von ihren Regierungen besser umgesetzt wird. Die Mitgliedsstaaten sind nun entsprechend aufgefordert, alles Notwendige in die Wege zu leiten, um das Ziel, bis spätestens 2027 alle Süßwasser-Ökosysteme der EU in einen guten Zustand zu bringen, noch zu erreichen.

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25.000 freie Flusskilometer

Am 20. Mai 2020 stellte die EU-Kommission die lang erwartete EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 vor. Künftig soll es "mehr Raum für Natur in unserem Leben" geben, so die Mitteilung aus Brüssel. Jährlich sollen aus verschiedenen Quellen (darunter EU-Gelder sowie nationale und private Gelder) Mittel in Höhe von 20 Milliarden Euro für den Erhalt der biologischen Vielfalt bereitgestellt werden. Geplant ist unter anderem, bis 2030 mindestens 25.000 Flusskilometer wieder in frei fließende Flüsse umzuwandeln.

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Ohne Barrieren mehr Leben im Fluss

Alle zwei Jahre wird weltweit der Tag der Wanderfische gefeiert. Damit soll die Öffentlichkeit aufgerüttelt werden: Ohne frei fließende Flüsse bleiben insbesondere Wanderfische Dauerkandidaten auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Dieses Jahr war der Termin für den 16. Mai angesetzt. Der globale Aktionstag sollte zusammen mit der internationalen Tagung „Dam Removal goes Alps“ in Holzhausen am Ammersee begangen werden. Dann kam die Pandemie. Die Tagung und der Tag der Wanderfische mussten verschoben werden, jeweils um ein Jahr bzw. auf den 24. Oktober 2020. Zwei geplante Gastredner der Tagung erklären nun, warum es sich lohnt, Barrieren in unseren Flüssen zu entfernen – für die Wanderfische, aber auch für die Gesellschaft.

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Mehr Sicherheit beim Bootfahren im Landkreis München

Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Unfällen auf der Isar. Häufig mussten Feuerwehren und Rettungsdienste in Not geratene Bootsfahrer aus dem Wasser retten. Künftig ist klar festgelegt, welche Regeln beim Befahren der Isar im Landkreis München beachtet werden müssen. Die "Verordnung zur Regelung des Gemeingebrauchs auf der Isar im Landkreis München" trat am 25. Januar 2020 in Kraft. Sie soll mit Regelungen zum Alkoholkonsum und zur Ausrüstung für mehr Sicherheit sorgen.

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Petition „Stoppt das Kraftwerk Tumpen-Habichen“ an der Ötztaler Ache

Im Bundesland Tirol haben Bürgerinitiativen und Kajakverbände die Petition „Stoppt das Kraftwerk Tumpen-Habichen!“ gestartet. Sie wird vom WWF Österreich unterstützt, der sich seit Jahren gegen die Bewilligung für dieses Kraftwerk einsetzt. Der bisher frei fließende Gewässerabschnitt der Ötztaler Ache soll als Natur- und Naherholungsraum, sowie zum Schutz der Anrainer erhalten werden. Knapp 16.000 Menschen haben bereits unterschrieben! Weitere Unterstützer sind gesucht! 

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Nature Minds - Neues Projekt von navama

Navama startet mit nature minds eine Initiative für mehr Naturwahrnehmung und weniger Ressourcenverbrauch in einer modernen Gesellschaft.

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Publikation "Flüsse der Alpen"

Tosende Wasserfälle, geheimnisvolle Schluchten, reißende Stromschnellen, weite Flussauen: Die Landschaften der Alpen sind wesentlich von Fließgewässern geprägt und die menschliche Nutzung des Alpenraums ist eng mit den Flüssen verbunden. Dieses Buch bietet erstmalig eine umfassende Dokumentation der vielfältigen Bedeutung der Alpenflüsse aus zahlreichen fachlichen. Der DAV stellt das Buch vor, das von Susanne und Andreas Muhar, Gregory Egger und Dominik Siegrist herausgegeben wurde. Bestellbar im Haupt-Verlag.

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