Zustand unserer Flüsse

Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Flüsse in Bayern

Nach den Erhebungen aus dem Jahr 2015 erfüllen lediglich 15 Prozent (135 von 913) der Flüsse und 56 Prozent (27 von 48) der Seen in Bayern das Ziel des „guten ökologischen Zustands“ beziehungsweise des „guten ökologischen Potenzials“ (Quelle: (StMUV 2017, Gewässer in Bayern – auf dem Weg zum guten Zustand). Die Gewässerstruktur der Fließgewässer ist häufig beeinträchtigt. Auch die Durchgängigkeit für Gewässerorganismen ist oftmals nicht gegeben. Zudem gelangen gebietsweise zu viele Nährstoffe in die Flüsse und Seen, was dort zu einem starken Algenwachstum führen kann.

 

Zustand der Gewässer in Deutschland

Betrachtet man das gesamte Bundesgebiet, steht es um unsere Flüsse noch schlechter. Von den 8.995 Flusswasserkörpern in Deutschland erreichen nur knapp 7 Prozent einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand (Quelle: Kleine Anfrage der Grünen vom 27.3.2018, S. 3). Dies liegt meist an der unzureichenden Gewässerstruktur. Das bedeutet, dass naturnahe Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt fehlen oder die Durchgängigkeit der Gewässer durch Querbauwerke unterbrochen ist. Ein weiterer Grund sind die hohen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und der Abwasserreinigung, die vor allem bei Seen, Übergangs- und Küstengewässern für die Zielverfehlung verantwortlich sind (Quelle: BMUB/UBA 2016, Die Wasserrahmenrichtlinie – Deutschlands Gewässer 2015).

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